Farben im Schlafzimmer
Über die farbliche Gestaltung des Schlafzimmers kann man ohne Berechnung der in diesem Raume
vorherrschenden Energien nur wenig sagen, schließlich könnte man in Unkenntnis der Gesamtsituation Fehler begehen und eine schädliche Energie stärken.
Nur soviel: Verzichten Sie auf den großflächigen Einsatz der Farbe rot! Rot entspricht dem Element Feuer und ist die stärkste Form des sehr lebendigen, aktiven und auch aggressiven Yang.
Wenn rot im Schlafzimmer eine Rolle spielt, so sollte darauf geachtet werden, dass dieses eher dunkel ist und somit zumindest eine Facette des beruhigenden Yin aufweist.
(Es hat schon seinen Sinn, dass gewisse Etablissements sehr stark von der Farbe rot geprägt sind, schließlich geht niemand dorthin um zu schlafen...)
Pflanzen im Schlafzimmer
Beim Thema Pflanzen gibt es viele Missverständnisse. Die Ansicht, Pflanzen würden uns mit Sauerstoff versorgen und die Luft reinigen bezieht sich nur auf den Tag.
Nachts dreht sich dieser Vorgang um. Die durch Sonneneinstrahlung ausgelöste Photosynthese ist nicht mehr in der Lage dafür zu sorgen, dass Pflanzen Sauerstoff abgeben und Kohlendioxid aufnehmen. Folglich sind Pflanzen nachts eher Sauerstoffkonsumenten die Kohlendioxid abgeben. Relevant ist dieser Umstand allerdings nur, wenn sehr viele Pflanzen im Raume stehen.
Bei der Auswahl der Pflanzen sollte auf giftige Pflanzen verzichtet werden, ferner auf Pflanzen mit vielen Stacheln. Kakteensammlungen haben in diesem Raum überhaupt nichts zu suchen. Es geht hierbei um die Atmosphäre, die eine Pflanze verbreitet. Kurz gesagt: mit einem aggressiven Lebewesen im Raum schläft es sich schlecht. Spitze Blätter, die auf uns gerichtet sind, sollten eine gewissen Abstand zum Bett haben.
Spiegel
Da Spiegel Energien am Eintreten in den Raum hindern können, sollten sie nicht gegenüber von Fenstern und Türen angebracht werden.
Außerdem sollte es vom Bett aus nicht möglich sein, sich selber im Spiegel zu betrachten. „Der im Schlaf den Körper verlassende Geist könnte sich im Spiegel sehen und erschrecken", meinten die alten Chinesen.
Ob dies nun wirklich die Ursache dafür ist, dass man unter Beachtung dieser Regel besser schläft, weiß ich nicht zu sagen.
Nur hat es sich einfach bewährt, Spiegel dementsprechend anzubringen, bzw. abzudecken, wenn ihr Standort sich nicht ändern lässt, da sie in einem Schlafzimmerschrank integriert sind.
Das Prinzip Ordnung
Wenn Feng Shui Berater darauf hinweisen, dass Ordnung im Schlafzimmer gut für die Qualität der
nächtlichen Erholung ist, so hat das nichts mit einem preußischem Sinn für Disziplin und Raumreinheit zu tun. Viel eher geht es um die Vermeidung einer Störung des Energieflusses.
Raumenergie ist lebendig und in Bewegung, bleibt diese an allen möglichen Gegenständen hängen,
wird sie von zuviel Nippes und Zeitschriftenbergen blockiert, so bildet sich ein unruhiger Energiefluss aus, der sich auf den Schlafenden überträgt. „Innen wie außen, oben wie unten",
sagen die Buddhisten und haben recht damit.
Der zweite Faktor, der für ein klar strukturiertes Schlafzimmer spricht ist folgender:
Jeder weiß ganz genau, dass er eigentlich aufräumen sollte.
Er geht zu Bett und nimmt das ihn umgebende Chaos wahr. Er tröstet sich vielleicht mit dem Gedanken, am Wochenende endlich mal klar Schiff zu machen, ohne sich selber dabei allerdings allzu großen Glauben zu schenken.
Dieser Mensch schläft somit nicht nur in einem Schlafzimmer, sondern auch in einem nicht bereinigten Aufgabenbereich, einer ständigen Erinnerung an das Notwendige. Wer kann sich unter diesen Umständen richtig erholen?
Thema freundlicherweise von Sebastian Baggett, Feng Shui Berater
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